Losung für heute
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass man zugleich ackern und ernten, zugleich keltern und säen wird. Und die Berge werden von Most triefen, und alle Hügel werden fruchtbar sein. Ich will die Gefangenschaft meines Volkes Israel wenden, dass sie die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen sollen, dass sie Weinberge pflanzen und Wein davon trinken, Gärten anlegen und Früchte daraus essen.
Amos 9,13-14

Der Seher Johannes schreibt: Ein Engel zeigte mir auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.
Offenbarung 22,2

Neue Gedenktafel nennt die Opfer beim Namen

Bei der Kirche steht schon seit dem Jahr 1988 ein Gedenkstein für die ehemaligen jüdischen Mitbürger des Ortes Anhausen. Dieser Gedenkstein wird nun um eine Tafel erweitert, die die Namen der jüdischen Mitbürger des Kirchspiels Anhausen nennt, die zwischen 1933 und 1942 verfolgt, verschleppt oder ermordet wurden. Die Tafel wird im Rahmen eines Ökumenischen Gottesdienstes am Freitag, den 9. November 2018 der Öffentlichkeit übergeben. Es handelt sich um eine gemeinsame Initiative der vier Ortsgemeinden des Kirchspiels Anhausen und der Evangelischen Kirchengemeinde Anhausen.
Am 9. November 2018 erinnern wir uns an die früher sogenannte „Reichskristallnacht“, also die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, in der überall in Deutschland heftige Pogrome gegen Juden stattfanden. In der Ortschronik von Anhausen ist unter anderem zu lesen: „In Anhausen wurde das Wohnhaus von Samuel Kahn stark beschädigt; die jüdischen Einwohner in der ehemaligen Synagoge eingesperrt.“ [Arno Schmidt und Karl Henn, Anhausen – fränkische Siedlung an alter Rheinstraße, Seite 327. Dort finden sich auch viele weitere Informationen zum jüdischen Leben in Anhausen.]
In unserem Land hat sich in den letzten Jahrzehnten eine Erinnerungskultur entwickelt, die das Wissen um die entsetzlichen, grausamen und unmenschlichen Verbrechen an Juden und anderen in der Zeit des Nationalsozialismus wachhält. Das Ziel war damals die völlige und geradezu fabrikmäßige Vernichtung der Juden. Der Verantwortung solcher Erinnerung können und wollen wir uns nicht entziehen.
Zur Erinnerungskultur gehört es auch, dass die Namen der Opfer öffentlich zugänglich genannt werden. Denn wenn die Namen vergessen würden, würde der Absicht der Nationalsozialisten und ihrer Helfer ein später Dienst erwiesen.
Aus diesem Grund wird der Gedenkstein nun am 80. Gedenktag der Pogromnacht um eine Tafel erweitert, die die Namen der jüdischen Mitbürger des Kirchspiels nennt.
Andreas Laengner
Foto: Nitschke

ZUM GEDENKEN

AN DIE JÜDISCHEN MITBÜRGER DES KIRCHSPIELS ANHAUSEN, DIE ZWISCHEN 1933 UND 1942 VERFOLGT, VERSCHLEPPT ODER ERMORDET WURDEN.
GERDA ACKERMANN
KARL ACKERMANN
ISBERT KAHN
LINA KAHN
SAMUEL KAHN
LEOPOLD KAHN
SELMA KAHN
BETTI LEVY
ISAAK LEVY
LOTHAR LEVY
FRIEDRICH LEVY
HANNA LEVY
ROSA LEVY
SELMA LEVY
EMMA MENDEL
HEDWIG MENDEL
JENNY MENDEL
JULIUS MENDEL
MANFRED KURT MENDEL
ELLA TOBIAS
MORITZ TOBIAS
„GOTT SAGT: WER EUCH ANTASTET, DER TASTET MEINEN AUGAPFEL AN.“ (SACHARJA 2,12)
Kalender

23.02.2019 | 09:00 Uhr
In der Turnhalle beim DGH Anhausen

23.02.2019 | 17:00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen, Bücherei im 1. Stock

23.02.2019 | 18:00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen (Jugendkeller)

24.02.2019 | 10:45 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen (Saal)

24.02.2019 | 11:00 Uhr
Evangelische Kirche in Anhausen

24.02.2019 | 11:00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen

24.02.2019 | 11:30 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen

25.02.2019 | 15:00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen

 
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