Losung für heute
Ihr sollt beim Richten nicht die Person ansehen, sondern sollt den Kleinen hören wie den Großen und vor niemand euch scheuen; denn das Gericht ist Gottes.
5.Mose 1,17

Wie ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.
Matthäus 7,2

… ich glaube an den Heiligen Geist …

Tradition oder lebensverändernde Wirklichkeit?

Sonntag für Sonntag ist das „Apostolische Glaubensbekenntnis“ ein fester Bestandteil unseres evangelischen Gottesdienstes. Die Gemeinde bekennt sich damit zum dreieinigen Gott, der immer schon war, der in Jesus Mensch wurde und dessen Geist immer sein wird. Sie reiht sich damit in das Bekenntnis aller christlicher Kirchen an allen Orten und zu allen Zeiten ein.
Nur – unser Bekenntnis: … „ich glaube an den Heiligen Geist“ können wir dies wirklich mit Inhalt füllen? Wissen wir überhaupt was wir damit bekennen?
Ich stelle mir vor, wie es damals den Jüngern Jesu ergangen sein mag: Nach der Himmelfahrt Jesu sitzen sie morgens in ihrem verschlossenen Obergemach, im Morgengrauen. Sie leben in der Erwartung, denn Jesus hatte ihnen ja etwas versprochen! Zum Tagesbeginn beten sie das gemeinsame Gebet Schma Israel. „Höre Israel, der Herr, Dein Gott ist Einer!“ Sie leben in dieser guten jüdischen Tradition. Und dann mag es geschehen sein: Von einem Brausen wird berichtet und von Feuerflammen. Der Geist Gottes fährt in sie, begeistert und entflammt. Aus der inneren Beklemmung, aus der Angst, aus der Ungewissheit wird Aufbruch und Neuanfang. Jetzt kommt die Auferstehung Jesu in ihr persönliches Leben hinein. Da, wo sie die Kraft des Heiligen Geistes erleben, mitten in ihrem Leben, da erleben sie die Auferstehung des Meisters: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Niemals! Sie waren Zweifler und Verzweifelte, zaghaft Hoffende und großspurig Verdrängende. Ab diesem Pfingstmorgen sind sie die Verkündiger von Gottes unendlicher Liebe in allen Sprachen der damaligen Welt.
Aus Tradition wird eine lebensverändernde Wirklichkeit.
Ich glaube an den Heiligen Geist: Die Kraft Gottes welche mir die Augen öffnen will und kann. Diese Kraft Gottes, welche mich mit hineinnehmen will in seine unendliche und unbegreifliche Liebe.
Paulus beschreibt dies so: Ihr alle seid also Söhne und Töchter Gottes, weil ihr an Jesus Christus glaubt und mit ihm verbunden seid. Hier gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Griechen, zwischen Sklaven und freien Menschen, zwischen Mann und Frau. (Galater Kap.3)
Was mich persönlich an dem Wunder des Pfingstmorgens so fasziniert: Aus der Vielfalt aller Kulturen und Sprachen heraus entsteht durch den Heiligen Geist die von allen Menschen zu verstehende Botschaft Gottes.
Da, wo die Kraft des Heiligen Geistes in unserer Kirche wirksam ist, müssen alle Unterschiede der Kinder Gottes nicht mehr trennend wirken, da kann trotz unserer Vielfalt gemeinsam Gott gelobt werden. Unser Glaube an die Realität des Heiligen Geistes verbindet uns in Liebe untereinander.
Willi Gebhardt
Kalender

10.12.2019 | 09:30 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen Spielgruppenraum (Keller)

10.12.2019 | 18:30 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen

10.12.2019 | 19:00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen

11.12.2019 | 18:00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen

11.12.2019 | 18:30 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen

11.12.2019 | 20:00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen

12.12.2019 | 16:00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen

12.12.2019 | 17:00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen

 
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