Losung für heute
Salomo sprach: Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?
1.Könige 8,27

Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.
1.Johannes 4,12

Nur noch halbe Pfarrstelle in Anhausen

Bericht von der Gemeindeversammlung

In der Gemeindeversammlung nach dem Erntedank-Gottesdienst informierte Pfarrer Andreas Laengner die Gemeinde über die zukünftige Lage der Kirchengemeinde, über vom Presbyterium getroffene Entscheidungen und über weitere geplante Schritte. Die Informationen können auch auf dem YouTube-Kanal der Kirchengemeinde abgerufen werden.
Die Ausgangslage ist, dass Andreas Laengner im Januar 2024 in den Ruhestand gehen wird. Danach wird der Kirchengemeinde nur noch eine 50-Prozent-Pfarrstelle zustehen. Das ergibt sich aus umfangreichen und verbindlichen Berechnungen der Landeskirche und des Kreissynodalvorstandes sowie nach einem Beschluss der Kreissynode, der alle Kirchengemeinden des Kirchenkreises betrifft und überall zu Einschränkungen führen wird.
Noch einmal: die bisherige ganze Pfarrstelle wird nur noch im Umfang einer halben Pfarrstelle wiederbesetzt. Das heißt, dass die Arbeit in der Kirchengemeinde sich in gut zwei Jahren sehr verändern muss.
Das Presbyterium hat in den letzten 15 Monaten eine Vielzahl an Gesprächen zu diesem Thema geführt. Gesprochen wurde innerhalb des Presbyteriums, aber auch mit Vertreterinnen und Vertretern der Presbyterien der benachbarten Kirchengemeinden, mit dem Superintendenten, dem Verwaltungsamt und dem landeskirchlichen Zentrum für Gemeinde und Kirchenentwicklung.
Folgende Konsequenzen zeichnen sich heute ab:
1. Zum einen wird die Evangelische Kirchengemeinde Anhausen mit anderen Kirchengemeinden kooperieren müssen. Aktuelle Information: in der Sitzung vom 2. November hat das Presbyterium beschlossen, mit den Kirchengemeinden Rengsdorf und Honnefeld zu kooperieren.
Sehr wahrscheinlich bedeutet eine Kooperation, dass unsere Kirchengemeinde durch einen Pfarrer oder eine Pfarrerin aus einer anderen Gemeinde mit betreut wird. Eher unwahrscheinlich ist es, dass eine Person gefunden wird, die sich auf die halbe Anhauser Pfarrstelle bewirbt und einlässt.
2. Daraus ergibt sich ein zweiter Aspekt: Die ehrenamtliche Mitarbeit wird in Zukunft eine noch größerer Rolle spielen. Allerdings werden auch Teile der aktuell noch von Pfarrer Andreas Laengner übernommenen Tätigkeiten, nicht mehr erledigt werden können.
3. Ein wesentlicher Teil der Arbeit von Pfarrer Andreas Laengner bestand darin, die vielfältige ehrenamtliche Arbeit zu ermöglichen und zu begleiten. Eine vom Presbyterium eingesetzte Arbeitsgruppe erarbeitet zurzeit eine Konzeption für einen Ehrenamtskoordinator, der mit einer halben Stelle in der Kirchengemeinde eingesetzt wird. Wie in anderen Bereichen der Kirchengemeinde auch, kann diese Stelle nur durch Spenden finanziert wird.
Die Ehrenamtskoordinatorin bzw. der Ehrenamtskoordinator soll ehrenamtliche Mitarbeit in der Kirchengemeinde ermöglichen und begleiten, ein Gesicht der Kirchengemeinde nach außen sein, mitwirken, den missionarisch-diakonischen Kurs der Kirchengemeinde beizubehalten und im Gottesdienst-Team mitarbeiten.
4. Ein erheblicher Teil des Dienstes von Pfarrer Andreas Laengner entfällt auf die Trägerschaft der beiden Kindergärten.
Das Presbyterium hat überlegt, auch diese Arbeit in ehrenamtliche Hände zu geben. Wer sich allerdings mit den immer komplexer werdenden Anforderungen an KITA-Träger beschäftigt, wird feststellen, dass eine rein ehrenamtlich übernommene Trägerarbeit heute nicht mehr möglich ist.
Daraufhin hat sich das Presbyterium lange mit der Frage befasst, ob die Kirchengemeinde nicht mit anderen Gemeinden zusammen einen evangelischen KITA-Trägerverband gründen kann oder sich einem solchem anschließt. Etliche Gespräche wurden mit dem Geschäftsführer des evangelischen KITA-Verbandes Neuwied geführt. Allerdings würden dann für unsere Kirchengemeinde zusätzliche Kosten in Höhe von ca. 20.000 Euro entstehen – und dieses Geld kann die Kirchengemeinde nicht mehr aufbringen.
Schließlich hat das Presbyterium angesichts der Reduzierung der Anhauser Pfarrstelle auf 50 % keine andere Möglichkeit gesehen, als die Trägerschaft der KITAs abzugeben. Das ist für alle eine schmerzliche und traurige Entscheidung. Dieser Schritt wurde schon jetzt bekanntgegeben, damit der Übergang der Trägerschaft sorgfältig gestaltet werden kann. Alle Angestellten werden ihre Stellen behalten. Erste Gespräche mit dem Zweckverband politisches Kirchspiel Anhausen wurden bereits geführt.
Die Kirchengemeinde bietet an, auch zukünftig die religionspädagogische Arbeit der KITAs zu unterstützen und dem neuen Träger hinsichtlich der Trägerarbeit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Diese Entwicklungen sind nicht sehr verlockend. Im anschließenden Gespräch während der Gemeindeversammlung wurden dann auch Betroffenheit und Unmut über die zukünftige Entwicklung geäußert. Auch wurde angeregt, angesichts der kommenden Veränderungen, eine Gemeindekonferenz einzuberufen. Bereits früher haben wir mit dieser Art von Zukunftswerkstatt gute Erfahrungen gemacht und Impulse für die zukünftige Arbeit gewonnen. Die Gemeindekonferenz soll am Samstag, den 5. März 2022 stattfinden.
Andreas Laengner verwies abschließend auf seine Erntedank-Predigt über die Speisung der Viertausend. Für diese große Menschenmenge können die Jünger Jesu nur sieben Brote und ein paar Fische zur Sättigung beisteuern. Aber es reicht aus, um alle satt zu machen. Aus dem wenigen, das wir bringen – eine halbe Pfarrstelle, Verzicht auf die Gestaltung der KITA-Arbeit – kann Gott genug für alle machen. Gott hat die Kraft zu verwandeln.
Andreas Laengner
Kalender

29.05.2022 | 09:45 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen

29.05.2022 | 10:00 Uhr
Evangelische Kirche Anhausen

29.05.2022 | 10:00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus Anhausen

29.05.2022 | 10:45 - 11:30 Uhr Uhr
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